Das EU LEADER 2030 Projekt, welches von der ERCI - European Railway Clusters Initiative koordiniert wird, zielt darauf ab, die Resilienz und strategische Autonomie der europäischen Lieferketten für die Bahnindustrie zu stärken, insbesondere bei Rohstoffen, Komponenten und Schlüsseltechnologien. Durch Analysen von strukturellen Abhängigkeiten und konkrete industrie- und politiknahe Handlungsempfehlungen sollen europäische, robustere und innovationsfähige Lieferketten aufgebaut werden. Das schließt die Rohstoffsicherung mit ein.
Auf dieser Basis wurden nunmehr Empfehlungen abgeleitet für mehr Rohstoff- und Technologie-Souveränität. Der Bericht „Intelligence Analysis And Recommendations to Deliver Europe´s Rail 2030“ über Empfehlungen hinsichtlich mehr Resilienz und strategische Autonomie der europäischen Lieferketten zeigt, dass Europas Bahnindustrie bis 2030 erheblich durch Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen, Halbleitern und geopolitisch fragilen Lieferketten gefährdet ist. Um Innovationen dennoch umzusetzen, empfiehlt er mehr Resilienz durch Diversifizierung, Kreislaufwirtschaft, technologische Substitution, industrieübergreifende Zusammenarbeit und eine stärkere europäische Rohstoff- und Industriepolitik.
Begleitend zur Veröffentlichung des Berichts wird bis zum 28. Februar 2026 eine Online‑Konsultation durchgeführt. In diesem Zeitraum haben Sie die Möglichkeit, den Bericht einzusehen und weitere Empfehlungen einzubringen, um die europäische Bahn‑Wertschöpfungskette – sowohl als koordiniertes Gesamtsystem als auch auf Ebene einzelner Unternehmen – besser auf die identifizierten Risiken vorzubereiten sowie die Rohstoff‑ und Technologiesouveränität zu stärken. Da viele Komponenten und Technologien branchenübergreifend eingesetzt werden – ebenso wie die Rohstoffsicherung an sich – ist es sinnvoll, den Bericht auch aus der Perspektive des eigenen Portfolios zu betrachten und entsprechende Empfehlungen abzugeben.